Am 19.1.2026 wurde der Preis für Unternehmensethik vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik an die Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG verliehen. Der Preis wurde von den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Olaf und Arnulf Piepenbrock am Hauptsitz des Unternehmens in Osnabrück feierlich entgegengenommen. “Diese Auszeichnung bedeutet uns viel. Denn sie spricht etwas an, was tief in der DNA unseres Unternehmens verankert ist: Verantwortung”, so Olaf Piepenbrock in seiner Dankesrede.

Die Piepenbrock Unternehmensgruppe ist ein inhabergeführtes, seit 1913 bestehendes Familien-Dienstleistungsunternehmen, das mit rund 26.800 Mitarbeitenden und über 800 Standorten bundesweit ein breites Spektrum an Facility- und Gebäudedienstleistungen – von Gebäudereinigung über Sicherheit bis Instandhaltung – anbietet. In diesem Jahr rückte die Jury bewusst eine Branche in den Mittelpunkt, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist und oft im Verborgenen bleibt: “Basic Work”. Dazu zählen Arbeiten in Reinigung, Sicherheit, Logistik, Pflege, Gastronomie, Produktion oder einfache Dienstleistungen. Diese Tätigkeiten sind oft körperlich anspruchsvoll, systemrelevant und werden überdurchschnittlich häufig von Menschen mit Migrationsgeschichte oder mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt ausgeübt. Der Begriff macht deutlich: Es handelt sich nicht um “einfache” Arbeit, sondern um fundamentale Arbeit, die Stabilität, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt ermöglicht.

Arnulf Piepenbrock betonte: “Wir glauben fest daran, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören”. Das Unternehmen zeigt, wie soziale Verantwortung, faire Arbeitsbedingungen und erfolgreiche Integration systematisch gefördert und fest im Kerngeschäft verankert werden können und verdeutlicht damit in vorbildhafter Weise, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken.

“Der Preis soll nicht nur die Geschäftsführung des Unternehmens ehren, sondern auch Wertschätzung für die vielen Menschen signalisieren, die als Beschäftigte in der Basis oft ungesehen sind und doch elementar dazu beitragen, dass Menschen eine sichere und intakte Umgebung vorfinden sowie saubere und hygienische Arbeitsbedingungen, dass Immobilien ihren Wert behalten oder dass Produkte qualitativ hochwertig produziert werden können”, so Prof. Dr. Monika Eigenstetter in ihrer Laudatio. “Wir, das DNWE, sagen Danke zu einem mutigen und nachhaltigen Unternehmertum. Wir möchten Sie ermutigen, auf diesem Weg zu bleiben.”

Prof. Dr. Michael Aßländer, Vorsitzender der Jury, ordnete im Rahmen der Verleihung die Geschichte und Zielsetzung des Preises ein und machte deutlich, wie wichtig unternehmerisches Handeln mit Haltung gerade in der heutigen Zeit ist.

Der Preis für Unternehmensethik wird seit dem Jahr 2000 in regelmäßigen Abständen an Unternehmen und andere Organisationen verliehen, die ihre Geschäftspolitik und Geschäftskultur so organisiert und ausgerichtet haben, dass verantwortungsvolles Verhalten und Handeln in und durch die Organisation in Wirtschaft und Gesellschaft kontinuierlich gefördert werden. Konkret ausgezeichnet werden organisationsweit wirksame Projekte und geschäftspolitische Maßnahmen, die Unternehmensverantwortung fördernde Prozesse in der Unternehmenspraxis auf breiter Basis zur Wirkung bringen, wobei eine nachhaltige, unternehmensethische Ausgestaltung der Kernprozesse dabei zentral ist.

Piepenbrock ist der elfte Preisträger in einer Reihe mit TRUMPF, VAUDE, Tchibo, Faber-Castell, Puma u.v.m.

 

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