Dr. Helmut Frieden vertritt seit 2010 die Symrise AG zu allen ethischen Belangen und verantwortet die nicht-finanzielle Konzernberichterstattung. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in leitenden, globalen Funktionen in den Bereichen Qualität, Umwelt, Gesundheit, Arbeits- und Produktsicherheit sowie der Weiterentwicklung ethischer Standards verfügt er über eine breitgefächerte Kompetenz die ihn dazu befähigt, die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns weiter zu entwickeln. Ferner leitet er seit 2014 das Komitee zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt der beiden globalen Dachverbände der Aromen- und Duftstoff-Industrie und war von 2006 bis 2011 Mitglied im Aufsichtsrat der Symrise AG.

Auf dem 3. Deutschen CSR-Kommunikationskongress nimmt Dr. Frieden am Workshop „SDGs: Mehr Bilder und Schlagworte? Vom Nutzen der SDGs für die CSR-Kommunikation“ teil.

Welchen Stellenwert haben die SDGs in der Nachhaltigkeitsausrichtung bei der Symrise AG?

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele zeichnen den Weg, der für eine nachhaltige Entwicklung beschritten werden muss. Dabei geben sie uns gleichzeitig den Rahmen vor, was wir als Unternehmen leisten können und müssen, um auch zukünftig erfolgreich wirtschaften zu können. Aufgrund unserer breiten Aufstellung und unseres vielschichtigen Geschäftsmodells müssen wir letztlich alle Ziele im Blick behalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir nicht alle gleichermaßen in Angriff nehmen können, sondern diejenigen in den Fokus rücken müssen, zu denen wir den wirkmächtigsten Beitrag leisten können.

Wie relevant sind die SDGs in der Kommunikation mit Ihren Stakeholdern?

Mehrfach pro Woche werde ich von Kunden und Investoren zu der Symrise Nachhaltigkeitsagenda, den Zielen, Programmen und zur Performance angesprochen. Mehr und mehr werden auch die Bezüge zu den SDG’s Inhalt dieser Gespräche. In jedem Fall wird aber die ESG Performance von Symrise angesprochen, die auch über SEDEX, EcoVadis, CDP und zahlreiche individuelle Ratingagenturen wie z.B. MSCI, ISS-oekom, Sustainalytics der Öffentlichkeit bzw. den jeweiligen Stakeholdern zugänglich gemacht werden.

Wie werden die SDGs in den internen Nachhaltigkeitsmanagementprozessen berücksichtigt?

Zu jedem der 17 SDGs bestehen eine Reihe von Unterzielen, welche die konkreten, zu lösenden Aufgaben beschreiben. Bei einigen Themen sind vorrangig politische Entscheidungsträger gefragt, bei anderen sind insbesondere Unternehmen und Zivilgesellschaft gefordert, einen Beitrag entsprechend ihres Gestaltungsspielraums zu leisten. Auf dieser Basis haben wir eine Reihe von SDGs identifiziert, zu denen wir bei Symrise mit Blick auf unsere Geschäftstätigkeit sowie hinsichtlich der Auswirkungen unseres Handelns auf Umwelt und Gesellschaft eine besonders große Wirkung erzielen können. Zentral ist dabei für uns die Zusammenarbeit mit anderen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um gemeinsam die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Zu jedem dieser 5 SDG’s veröffentlichen wir jeweils unser Commitment, die Maßnahmen und berichten über den Status Quo.

 

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