Zum 100. Geburtstag der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verstärken das Bundesentwicklungsministerium und die Internationale Arbeitsorganisation ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kinderarbeit, der Einhaltung grundlegender Arbeitsstandards in globalen Lieferketten und zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Menschen vor Ort. Dazu unterzeichnen Entwicklungsminister Gerd Müller und ILO-Generaldirektor Guy Ryder am morgigen Dienstag in Berlin eine gemeinsame Erklärung.

Minister Müller erklärt dazu: „Seit 100 Jahren kämpft die ILO für bessere Arbeitsbedingungen in der Welt. In Europa und Deutschland haben wir hohe Arbeitsstandards erreicht. Aber am Anfang globaler Lieferketten herrschen noch immer unglaubliche Bedingungen: Über 150 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten – das ist fast jedes zehnte Kind. Hungerlöhne, Sklavenarbeit und Ausbeutung sind längst nicht überwunden. Das können wir nicht einfach so hinnehmen. Arbeitsrechte sind überall auf der Welt gleich viel wert. Wir können nicht noch weitere 100 Jahre warten, bis die schlimmsten Formen der Ausbeutung abgeschafft sind. Deswegen habe ich mit ILO-Generaldirektor Ryder einen Sofort-Aktionsplan gegen Kinderarbeit beschlossen. Bis Juni legen wir in den am meisten betroffenen Wirtschaftsbereichen konkrete Ziele fest.“

Das Bundesentwicklungsministerium und die ILO sind enge Partner im Kampf für eine gerechte Globalisierung. Die ILO ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie wurde 1919 als ständige Einrichtung des Völkerbundes gegründet.

 

Ähnliche Beiträge

Was hält die Unternehmenswelt im Innersten zusammen? Worauf schauen die Topmanager derzeit und was...

Das Jahr 2020 ist für die Sportbranche ein besonderes: das weltweite Sportnetzwerk ISPO feiert sein...

Mit Kapitalanlagen von rund 1.600 Milliarden Euro gehörten die Versicherer 2018 zu den größten...

Hinterlassen Sie eine Antwort