Der United Nations Global Compact ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage seiner 10 universellen Prinzipien verfolgt er die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft. Bereits über 13.000 Unternehmen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft in 170 Ländern zeigen durch Ihren Beitritt, dass sie diese Vision verwirklichen wollen.

Das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) als Netzwerk für deutsche Unterzeichner des Global Compacts bietet eine umsetzungsorientierte Lern- und Dialogplattform und stellt Informationen und Instrumente zur Verfügung, um in Unternehmen Kapazitäten aufzubauen und die Verbreitung guter Beispiele zu fördern. Außerdem bietet das DGCN einen Rahmen für vertrauensvollen Austausch zwischen den Teilnehmern.

Auch in diesem Jahr bietet das DGCN wieder ein breites Angebot an Lern- und Dialogformaten an, um Schritt für Schritt soziale und ökologische Aspekte in das Management zu integrieren. Im Rahmen von Webinaren, Coachings und Fachveranstaltungen in den Themenbereichen Wirtschaft & Menschenrechte, Umwelt & Klima und Korruptionsprävention erhalten Einsteiger wie Fortgeschrittene praxisorientierte Unterstützung für eine nachhaltige Unternehmensführung. Die Angebote können auch Unternehmen nutzen, die bislang noch keine UNGC Teilnehmer sind.  Die Teilnahme an den Coachings ist Unternehmensvertretern vorbehalten.

Die Highlights in diesem Jahr sind:

 

I. Einführung eines ganzheitlichen Klimamanagements in Unternehmen

Die strategische Relevanz eines Klimamanagements für Unternehmen steigt stetig – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Anforderungen von Staat, Kunden, Investoren und NGOs. Ein effektives Klimamanagement ist die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Klimaperformance und stellt somit einen wichtigen Schritt dar, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Wichtige Schritte sind neben der Erstellung eines Corporate Carbon Footprint auch die Entwicklung einer Klimastrategie, die Definition von Klimazielen sowie die Berücksichtigung der THG-Emissionen, die in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen (Scope 3). Das DGCN beschäftigt sich intensiv mit diesen Themen und bietet Unternehmen – sowohl Einsteigern als auch Anwendern  – praxisnahe Coachings und Webinare zur Einführung eines ganzheitlichen Klimamanagements. Beispielsweise werden angeboten:

 

  • Einführungs-Coaching „Schritt für Schritt zu Corporate Carbon Footprint und Klimamanagement“: Das Coaching führt in die wichtigsten Schritte eines ganzheitlichen Klimamanagements ein und bietet Unternehmen konkrete Informationen, Ansätze und Hilfsmittel, um Schritt für Schritt ein effektives und ganzheitliches Klimamanagement einzuführen und den eigenen Corporate Carbon Footprint zu erstellen.

 

  • Vertiefungscoaching: „Scope 3 – Wesentliche Emissionsquellen identifizieren und Daten erheben“: Das Coaching unterstützt Unternehmen bei der Bestimmung ihrer wesentlichen Emissionskategorien in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3). Darüber hinaus bietet es konkrete Informationen, Ansätze und Hilfsmittel zur Erhebung und Management von Scope-3 Emissionen.

 

  • Vertiefungscoaching: „2°C Klimastrategie – Ziele definieren und Kennzahlen ableiten“: Das Coaching unterstützt Unternehmen dabei, eine Klimastrategie mit THG-Minderungszielen zu formulieren, die den Anforderungen von Investoren, Kunden und weiteren Stakeholdern entspricht. Wesentliche Inhalte sind dabei auch die Definition von Ambitionsniveau und Zeithorizont sowie die Darstellung von Ansätzen und Typen von Klimazielen.

 

II. Wirtschaft & Menschenrechte

Die Achtung der Menschenrechte ist eine wesentliche Voraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit und für die Begrenzung imagebezogener, betrieblicher, finanzieller und rechtlicher Risiken. Ein proaktiver Menschenrechtsansatz hilft bei der Vermeidung bzw. Verringerung von Managementkosten, dem Schutz der eigenen Reputation und der Vorbereitung auf oder der Umsetzung von neuen Regulierungsmaßnahmen. Um Unternehmen vor allem auch auf die gestiegenen Anforderungen von Seiten des Gesetzgebers vorzubereiten bietet das Deutsche Global Compact Netzwerk verschiedene Lernformate für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Sie lernen dort, Menschenrechte über einen Prozess menschenrechtlicher Sorgfalt systematisch im Unternehmen zu verankern. Auf dem Programm stehen u. a.:

 

  • Qualifizierungsprogramm für Unternehmen zur menschenrechtlichen Sorgfalt : „Fit für den NAP“ (Einsteiger und Fortgeschrittene): Der Nationale Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP) ist da. Die Bundesregierung erwartet von allen Unternehmen, dass sie bis 2020 „Prozesse menschenrechtlicher Sorgfalt“ einführen. Die Umsetzung wird bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitern ab 2018 jährlich überprüft.

 

  • Unternehmens-Coaching: Fit für den NAP – Menschenrechtliche Sorgfalt in der: Das Training gibt ManagerInnen in Unternehmen einen umfassenden Überblick zu den Grundlagen, Rahmenbedingungen und der sich rasant entwickelnden Praxis im Bereich menschenrechtliche Sorgfalt in Unternehmen. Es unterstützt die TeilnehmerInnen dabei, die konkreten Anforderungen an menschenrechtliche Sorgfalt für ihre Unternehmen zu verstehen und praktische Instrumente, Lösungs- und Handlungsansätze zu entwickeln und damit wachsenden nationalen und internationalen Erwartungen zu entsprechen.

 

Weitere Informationen, insbesondere Termine und Orte, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie direkt auf der DGCN-Webseite: Informationen und Anmeldung.

Die komplette Veranstaltungsübericht gibt es hier.

 

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