15 herausragende Arbeiten aus über 75 Einreichungen ausgezeichnet

Die Preisverleihung des Schülerwettberwerbs 2020 der Philosphie-Arena fand Corona-bedingt erst am 07. Mai 2021 und als Online-Event statt. Träger des Wettbewerbs war  erstmals der Fachverband Philosophie Hessen e.V., unterstützt durch das Deutsche Netzwerk für Wirtschaftsethik e.V. (DNWE) und die Allianz Kulturstiftung.

Unter dem Motto “Sapere aude! Wage weise zu sein!” beschäftigten sich die jungen PhilosophInnen mit der Frage “Was bedeutet die Corona-Krise für unser künftiges Zusammenleben?”. Aus den 75 Einsendungen in den Bereichen Text, Film und Objektkunst wurden 15 herausragende Arbeiten prämiert. Die Gewinner erhalten eine Urkunde und ein Preisgeld i.H.v. 100,-€. Zu der bemerkenswert divers ausfgestellten Jury gehörten unter der Leitung des Federführenden Herr Badzura (Philosophielehrer): Herr Wenzel (Wirtschafts-Journalist für die Frankfurter Rundschau), Herr Prof. Dr. Plagemann (Jurist), Herr Keilbar (Tutor im Fachbereich Philosophie an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main) sowie Herr Joskowitz (Philosophischer Salon Frankfurt).

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Yvonne Rudolph, die durch den Abend führte, ging das Wort an Andreas Fornefett, Initiator der Philosophie-Arena. Er betonte, das Ziel der nun seit 13 Jahren stattfindenden Philosophie-Arena sei es, Kindern und Jugendlichen die Erfahrung zu ermöglichen, philosophisch zu denken und sich auszutauschen. Es folgte eine kurze Vorstellung des DNWE durch Quirin Kissmehl, der sich schon an dieser Stelle ganz herzlich für das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten bedankte und die Relevanz von Kritik und kritischem Denken in der aktuellen Zeit betonte.

Den Einstieg in die offizielle Preisverleihung gestaltete Yvonne Rudolph mit einem Ausschnitt aus dem Film “Coronakrise – Selbstinterpretation des Themas” von Malte Rickel, Milan Sejdel, Samuel Lakebrink und Jan Hunkenschröder (alle Kl.12), der vor allem wegen seiner medialen Gestaltung ausgezeichnet wurde. Julia Kehrer (Kl. 9) erhielt einen Preis für ihre außergewöhnliche, umfangreiche Auseinandersetzung im Stil einer Hausarbeit mit dem Titel “PHILOSOPHIE”, die knapp 70 Seiten umfasst. Yana Petrova (Kl. 8) begeisterte die Jury mit dem Essay “Die Wahrheit der Menschen während der Corona-Krise”. In ihrem Werk “Corona- Na und?! Ein Szenario der besseren Zukunft durch und wegen Corona” stellte Pia Neumann (Kl. 10) die positiven und negativen Auswirkungen der Pandemie in großer Breite gegenüber, wofür die Jury ihr herzlich gratulierte. Das Trio Ousman Yarbo, Tizianio Abbo und Francesco Jacobshagen (Kl. 9) überzeugte in der Kategorie Texte zu den Themen Reisen, Freizeitaktivitäten und Corona an Schulen. Der jüngste Teilnehmer, Florian Meinert (Kl. 5), überraschte mit seinem Kunstobjekt “Blick in die Zukunft”, einem Fernrohr, dass uns einen Blick auf die Zeit nach Corona ermöglicht. Einen knapp 25minütigen Film mit dem Titel “Coronakrise” reichte der “11er Philokurs” der Georg-Forster-Gesamtschule Wörrstadt ein und gewann vor allem durch die vielen, bunten Blickwinkel auf das Thema die Jury für sich. Der Essay “Corona – Die Prüfung der Menschlichkeit” von Sarah Abdelghani (Kl. 8) wurde für die spannenden Ausführungen zu der Frage, was wir aus der Krise gelernt haben, prämiert. Maja May (Q3) erhielt einen Preis für ihren gelungenen, wenn auch sehr ernsten Essay “Die Macht der Menschlichkeit – Wie Corona uns wach-rüttelte”, der unter anderem die Frage nach der Rückkehr zur Normalität nach der Krise erörtert. Einen weiteren Essay mit dem Thema “Was bedeutet die Corona-Krise für unser zukünftiges Zusammenleben?” reichte Nele Helling (Kl. 9) ein. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury hier von der umfassenden Betrachtung der Thematik, da die Autorin ausschließlich “eigene Erfahrungen und Erlebnisse” als Quellen angab. Auch Laura Fusco (E-Phase) konnte die Jury mit ihrem packenden Essay “Wie wirkt sich die Corona-Krise auf unser Zusammenleben aus?” für sich gewinnen. Der “Brief an Corona” von Lilly Schröder (Kl. 12) wurde für die kreative Herangehensweise an die Fragestellung gelobt. Sehr theoretisch, aber bei Weitem nicht trocken wurde es bei Emilia Lampen (Kl. 10), deren Essay mit Anbindung an die Theorien von Aristoteles und Kant besonders die Anhänger der alten Philosophen begeisterte. Attila Zambito (Kl. 10) beeindruckte die Jury mit seinem umfangreichen wirtschaftlichen Wissen, das er in “Die Folgen des Corona-Virus” zum Ausdruck brachte. Einen ebenso spannenden, aber persönlicheren Einblick in das Thema vermittelte Selim Namen (Kl. 9) in seinem Text “Gespräche mit meiner Mutter”.

Anschließend wurde mit einzelnen Schülerinnen und Schülern ein kurzes Interview zu den Hintergründen Ihrer Arbeiten geführt, wobei wertvolle Impulse und Einblicke in die Welt der jungen PhilosophInnen beleuchtet wurden. Einen schönen Abschluss des Abends bereitete Pia Neumann, die einen Ausschnitt ihres Textes vortrug und die Preisverleihung mit einem hoffnungsvollen Ausblick abrundete.

Zu guter Letzt bedankte sich Herr Kissmehl stellvertretend für alle Projektpartner bei den Mitgliedern der hochqualifizierten ehrenamtlichen Jury für ihr wertvolles Engagement und bei Yvonne Rudolph und Andreas Fornefett für die hervorragende Organisation des Wettbewerbs und Durchführung der Preisverleihung sowie das spürbare Herzblut.

 

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