Mit 24,3 Mio. Euro fördern das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung 15 Forschungsvorhaben, die sich der Lösung gesellschaftlicher Fragen unter Nachhaltigkeitsaspekten widmen. In einem öffentlichen Symposium am 23. und 24. Januar 2017 in Hannover werden die Forscher(innen) ihre bisherigen Ergebnisse präsentieren und mit Fachexpert(inn)en diskutieren, aber auch mit interessierten Bürger(inne)n.

Im Mittelpunkt der Projekte im Programm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ stehen Beiträge unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen zu einer gesellschaftlichen Entwicklung, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientiert. Gleichzeitig sollen neue Methoden und Ansätze erprobt werden, die für die Wissenschaft selbst, aber auch für ihr Verhältnis zur Gesellschaft zukunftsweisend sein können, etwa die Frage der Beteiligung von Nicht-Wissenschaftler(inne)n an Forschungsprojekten („Partizipation“) oder die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die gesellschaftliche Praxis („Transformation“).

In zwei Runden (2014 und 2015) hat eine Gutachterkommission aus insgesamt 110 Anträgen 15 Projekte für die Förderung ausgewählt. Dafür wurden aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung mehr als 24 Mio. Euro bereitgestellt. Bei den öffentlichen Gutachtersitzungen hatten auch Bürger(innen) sowie Vertreter(innen) gesellschaftlicher Gruppen die Möglichkeit, die Bewerber(innen) nach ihren Projekten zu befragen. Dazu wird es auch im bevorstehenden Statussymposium Gelegenheit geben, bei dem die Geförderten von den Universitäten in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Vechta ihre bisherigen Erkenntnisse öffentlich präsentieren. Eröffnet wird die Veranstaltung von Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Statussymposium: „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“

23. Januar 2017, 14 Uhr, bis 24. Januar 2017, 15:15 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Das Statussymposium ist öffentlich. Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an presse(at)volkswagenstiftung.de.

Folgende 15 geförderten Projekte werden sich präsentieren (Link zum vollständigen Programm mit ausführlichen Abstracts):

Fokus: Ethik
  • Prof. Dr. Anna Hankel, Universität Oldenburg: Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung
  • Prof. Dr. Ulli Vilsmaier, Universität Lüneburg: Complexity or Control? Paradigms for Sustainable Development
Fokus: Stadt/Land/Interaktion
  • Prof. Dr. Volker Kirchberg, Universität Lüneburg: Stadt als Möglichkeitsraum
  • Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow, Prof. Dr. Boris Schröder-Esselbach, Technische Universität Braunschweig: METAPOLIS – eine inter- und transdisziplinäre Plattform für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt-Land-Beziehungen in Niedersachsen
  • Prof. Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez, Universität Oldenburg: Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum (NEMo)
Fokus: Innovationen/Kompetenzen
  • Prof. Dr. Frank Teuteberg, Universität Osnabrück: Nachhaltiger Konsum von Informations- und Kommunikationstechnologie in der digitalen Gesellschaft – Dialog und Transformation durch offene Innovation
  • Prof. Dr. Birgit Babitsch, Universität Osnabrück: Gestaltungskompetenz als Innovator für hochzuverlässige Organisationen im Gesundheitswesen
  • Prof. Dr. Matthias Barth, Universität Lüneburg: Educating Future Change Agents – Higher Education as a Motor of the Sustainability Transformation
Fokus Geschichte
  • Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Universität Göttingen: Nachhaltigkeit als Argument: Suffizienz, Effizienz und Resilienz als Parameter anthropogenen Handelns in der Geschichte
Fokus: Energie
  • Prof. Dr.-Ing. Lutz Hofmann, Universität Hannover: NEDS – Nachhaltige Energieversorgung Niedersachsen
  • Prof. Dr. Ulrike Feudel, Universität Oldenburg: Resilience of socio-technical systems exemplified at the electricity transport and actor system
  • Prof. Dr. Daniel Lang, Universität Lüneburg: Leverage Points for Sustainability Transformation: Institutions, People and Knowledge
Fokus: Lebensmittelproduktion
  • Prof. Dr. Christine Tamásy, Universität Vechta: Bioökonomie 2.0: Innovationspotenziale von Nebenströmen der Lebensmittelverarbeitung
  • Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Universität Göttingen: Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: Alternative Proteinquellen in soziotechnischer Perspektive
  • Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Prof. Dr. Jan Barkmann, Universität Göttingen: „Diversity Turn“ in Land Use Science: Die Bedeutung sozialer Diversität für nachhaltige Landnutzungsinnovationen am Beispiel des Vanilleanbaus in Madagaskar

Link zu allen Infos zum Förderprogramm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“.

 

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