Neue Wissenschaftsplattform unterstützt Nachhaltigkeitsziele von Bundesregierung und Agenda 2030

Nachhaltigkeit braucht Forschung: Eine neue Wissenschaftsplattform unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der globalen Agenda 2030. Im Rahmen des 13. Forums für Nachhaltigkeit (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 am 9. Mai im Beisein von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und dem Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Peter Altmaier, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 wird von den wissenschaftlichen Netzwerken Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN Germany) und Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (DKN Future Earth) sowie dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam getragen.

„Die Wissenschaftsplattform baut auf bestehender Forschung auf und stellt Fragen dort neu, wo bisherige Ansätze keine Antworten liefern“, sagte Patrizia Nanz, Wissenschaftliche Direktorin des IASS und Ko-Vorsitzende des Lenkungskreises. Der Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform, der sich am 8. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen hat, ist prominent besetzt und bringt Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammen. „Uns geht es darum, Pfadabhängigkeiten zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Bei der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 wollen wir auf neue Art zusammen arbeiten, ein Miteinander entstehen lassen, das alle Sichtweisen integriert und langfristiges Denken und Gemeinwohlorientierung in den Mittelpunkt stellt“, führte die Politikwissenschaftlerin aus.

Die Wissenschaftsplattform sei „ein entscheidender Schritt für die konsequente und wirksame Implementierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“, erklärte Dirk Messner, Ko-Vorsitzender des Deutschen Lösungsnetzwerks Nachhaltige Entwicklung (SDSN Germany). „Um Transformationsprozesse zur Nachhaltigkeit zu beschleunigen und Nachhaltigkeitsinnovationen auszulösen, sollte das beste verfügbare Wissen im Sinne der Transdisziplinarität zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik diskutiert werden. Diesen Rahmen schafft die Wissenschaftsplattform“, erläuterte Dirk Messner, der auch Ko-Vorsitzender des Lenkungskreises der neuen Plattform ist.

Martin Visbeck, Vorsitzender des DKN Future Earth und dritter Ko-Vorsitzender des Lenkungskreises, unterstrich, dass „die Wissenschaft eine breite, systematisch aufgearbeitete Wissensbasis bereit stellen, Zielkonflikte und Synergien identifizieren, bewerten und innovative Lösungswege entwickeln wird. Insbesondere durch den Einbezug der internationalen Dimension bringen Forschungsergebnisse neue Aspekte für Umsetzungsstrategien zur nachhaltigen Entwicklung in, mit und durch Deutschland.“

Die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 operiert unabhängig. Sie erarbeitet Handlungsoptionen für Transformationsprozesse zu mehr Nachhaltigkeit. Dabei basiert ihre Tätigkeit auf der breiten und exzellenten deutschen Wissenschaftslandschaft und wird auch internationale Kooperationen einschließen.

Die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 ist systematisch in die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden. Aufbau und Arbeit der Wissenschaftsplattform werden ressortübergreifend begleitet, insbesondere von den Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), für Bildung und Forschung (BMBF), für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie dem Bundeskanzleramt.

 

Ähnliche Beiträge

Beiträge aus der Forum Wirtschaftsethik Jahresschrift 2016 Interview mit Prof. Dr. Josef...

Wer den Zustand eines Ökosystems nur danach beurteilt, wie sich die Zahl der Arten darin...

Viele Investoren, insbesondere solche mit einer ausgeprägten Wertorientierung, zu denen kirchliche...

Hinterlassen Sie eine Antwort