Zehn Jahre nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise ist es an der Zeit, deren mittel- und langfristige Auswirkungen in den Blick zu nehmen: Wie hat sie persönliche Einstellungen und Wahrnehmungen verändert? Was sind die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Krise in Deutschland und Europa? Welche Auswirkungen hat sie auf einzelne Politikfelder? Welche wirtschaftlichen Implikationen und welche Folgen entstanden für das europäische Mehrebenensystem?

Über diese und weitere Fragen soll auf der
Tagung „Nachbeben. Zehn Jahre Finanzkrise und ihre Auswirkungen in Deutschland und Europa“
am 22./23. Februar 2018
im Schader-Forum, Darmstadt
debattiert werden.

Schader-Stiftung und die Sektion „Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) rufen zu Vorschlägen für Beiträge und Impulse auf

Die wirtschaftlichen Einschnitte in Deutschland scheinen zwar weitestgehend überwunden, doch Länder wie Spanien und Griechenland haben noch immer mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zu kämpfen. In allen entwickelten Industrienationen hatte die Finanzkrise nachhaltige politische Konsequenzen, wie den Aufstieg neuer politischer Koalitionen oder tiefgreifende Reformen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Und für den stabilen Erhalt der Eurozone gibt es zwar viele Vorschläge, aber keine politische Einigkeit.

Die unmittelbaren Folgen der Finanzkrise sind in Politik- und Wirtschaftswissenschaft bereits umfassend diskutiert worden. Diese Tagung widmet sich hingegen den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Krise.

Zehn Jahre danach wollen wir Bilanz ziehen: Welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Implikationen der Finanzkrise sind in Deutschland und Europa zu beobachten? Dabei sollen sowohl die Auswirkungen der Finanzkrise auf individuelle Einstellungen und Wahrnehmungen in den Blick genommen werden, als auch die Entwicklungen auf nationalstaatlicher Ebene, etwa bezogen auf politische Veränderungen oder gesellschaftliche Umbrüche. Auch nach den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Finanzkrise auf einzelne Politikfelder soll gefragt werden, wie etwa Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Steuerpolitik, Sozialpolitik oder Bankenregulierung. Gleichfalls diskutiert werden sollen die im Zusammenhang mit der Finanzkrise stehenden Entwicklungen im europäischen Mehrebenensystem.

Ziel der Tagung ist die Zusammenführung wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven, um so zu einem tieferen Verständnis der andauernden Folgen der Finanzkrise zu gelangen.

Interessiert? Der als PDF angehängte Call enthält alle weiteren Informationen.

 

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