Die studentische Auszeichnung für ethisches Unternehmertum geht in die nächste Runde

Die Motivation und Energie, sich für die IKOM und deren gleichnamigen Award an der TU München einzusetzen sowie die komplette Organisation mit zu übernehmen, nimmt Niclas-Alexander Mauß vor allem aus der Hoffnung, einen sinnvollen Beitrag leisten zu können sowie aus dem studentischen Team rund um die Messe und den Preis. Aber auch die Möglichkeit, in der Ergänzung zum eigenen Maschinenbau- und Managementstudium Verantwortung für ein solch großes Projekt zu übernehmen und so Erfahrungen in der Praxis zu sammeln, reize ihn an der Aufgabe, so Mauß im Interview mit der Geschäftsführerin des Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik e. V., Lisa Singer.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Marius Beller leitete Niclas-Alexander Mauß in den Jahren 2016/17 die studentische Initiative IKOM und machte deren Hauptveranstaltung zur größten studentischen Karrieremesse Deutschlands. Im Anschluss daran initiierte das Duo eben jenen Unternehmenspreis, der nun bereits in die zweite Runde gehen darf – den IKOM Award Zukunftsarbeitgeber für werteorientiertes und nachhaltiges Unternehmertum. Doch was ist das Besondere an diesem Preis?

Der Preis stellt Deutschlands erste Auszeichnung für Arbeitgeber dar, der – getreu der Tradition der IKOM – von Studierenden organisiert und ausgelobt wird. Vergeben wird er dann gemeinsam mit den starken Partnern vbw – Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft e. V. und TUM. Der Schirmherr des Preises 2019 ist der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger.

Die Initiatoren des IKOM Award Marius Beller (links) und Niclas-Alexander Mauß (rechts) mit (v.l.n.r.) BIHK Präsident Dr. Eberhard Sasse, Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer, TUM Kanzler Albert Berger und vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Verleihung 2018;
Foto: ©Uli Benz/TU München

 

Und woher die Idee, Herr Mauß? Er habe auf der IKOM, der Karrieremesse in München, u. a. die Erfahrung machen können, dass die studentische und auch mediale Aufmerksamkeit oft wie automatisch den Großen der verschiedenen Branchen galt. Doch vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, die vielleicht manchmal im Schatten stehen, leisten seiner Meinung nach wirtschaftlich Herausragendes und nehmen zugleich ihre gesellschaftliche Verantwortung als Arbeitgeber wahr.

Preisübergabe an die Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG, ausgezeichnet in der Kategorie „< 250 Beschäftigte“. V.l.n.r.: TUM-Kanzler Albert Berger mit Andreas und Susanne Duschl und ihren Kindern Leni und Anian Duschl sowie Stefanie Gschwendtner, Alexander von Schneyder und Michaela Erben.
Foto: ©Uli Benz/TU München

 

Und dabei bleibt es nicht. Ausschlaggebend für die Jury des IKOM Award ist nicht der erste Eindruck einer Firma – im Gegenteil: Der Preis wird als Anerkennung von gelebter unternehmerischer Verantwortung verliehen. Prämiert werden Unternehmen, die sich durch ihr Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort, unternehmerische Kontinuität, Werteorientierung und Nachhaltigkeit sowie durch gute Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Berufsanfänger als sogenannte „Zukunftsarbeitgeber“ auszeichnen. „Die Industrie ist der Auslöser so mancher ökologischer wie sozialer Probleme, kann jedoch vor allen Dingen auch deren Lösung sein“, so Mauß. „Solche Vorbilder wollten wir sichtbar machen – und gerade den Absolventen als potenzielle Arbeitgeber ins Bewusstsein rücken.“ Die hochkarätig besetzte Jury mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sowie studentischen Vertretern vergibt in verschiedenen Kategorien insgesamt fünf Preise.

Dabei profitieren die späteren Preisträger nicht nur von der Bestätigung durch ein hochexklusives Label, einer breiten öffentlichen Wahrnehmung und dem direkten Zugang zu den Leistungsträgern von morgen, sondern sie erzielen als unternehmerische Vorbilder auch noch diejenige Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Zusätzliche „Schmankerl“ des Preises waren die hochwertigen Filmportraits, welche Studierende bzw. Absolventen der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) für die prämierten Unternehmen produzierten.

Eine der schönsten Erfahrungen für Niclas-Alexander Mauß im vergangenen Jahr war in jedem Fall die spannende „Rundreise durch ganz verschiedenen Wirtschaftsbranchen und halb Deutschland – von Rosenheim bis Krefeld.“
So kann es ja dann 2019 gerne weitergehen.

Noch bis zum 01.03.2019 können sich die Unternehmen hier bewerben. Die Preisverleihung selbst findet dieses Jahr am 05.06.2019 statt.

Preisverleihung des IKOM Award 2018;
Foto: ©Uli Benz/TU München

 

Das Gespräch führte Lisa Singer, Geschäftsführerin des Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik – EBEN Deutschland e. V. Weitere Grundlage des Artikels ist der Internetauftritt der IKOM bzw. des IKOM Awards (s. https://www.ikom.tum.de/de/).

Niclas-Alexander Mauß, Initiator des IKOM Award;
Foto: ©Bayerische EliteAkademie/Katrin Hupe

Niclas-Alexander Mauß studiert Maschinenbau und Management an der Technischen Universität München (TUM).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die IKOM versteht sich als Schnittstelle zwischen Studierenden und Industrie an der TUM. Gegründet 1988, veranstalten heute über 120 ehrenamtlich tätige Studierende unterschiedlichster fachlicher Hintergründe jedes Jahr mehrere Karrieremessen sowie zahlreiche Seminare, Trainings und Exkursionen. Hierdurch soll bereits während des Studiums ein umfassender Praxisbezug geschaffen, der persönliche Kontakt zwischen Studierenden und Industrie gefördert und der Berufseinstieg erleichtert werden. Weitere Informationen unter: https://www.ikom.tum.de/de/
 

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