Die Ansprüche der Gesellschaft an Unternehmen steigen. Unterschiedliche Gruppen und Institutionen fordern zunehmend, dass die Betriebe sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung stellen und entsprechend nachhaltig agieren – auch im Zuge der laufenden Digitalisierung.

Wie Unternehmen konkret digitale Verantwortung übernehmen und nachhaltig erfolgreich sein können, das ist der Kern des neuen Förderprojekts der GILDE-Wirtschaftsförderung und der Initiative für Beschäftigung im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart begrüßte das Team des CSR-Kompetenzzentrums OWL im Düsseldorfer Landtag und gratulierte zum Start des neuen Projektes für Ostwestfalen-Lippe.

Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt den freiwilligen Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Immer mehr Unternehmen stellen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und orientieren sich an den Grundsätzen des nachhaltigen Wirtschaftens. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen engagieren sich für ihre Beschäftigten, die Umwelt oder das Gemeinwohl – und verbessern dadurch ihre Wettbewerbsposition. “CSR lohnt sich doppelt: Für die Gesellschaft und das Unternehmen”, erläuterte GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel die Effekte einer verantwortungsvollen Unternehmensstrategie.

Das Projekt “CSR 4.0” des CSR-Kompetenzzentrums OWL von GILDE-Wirtschaftsförderung Detmold und Initiative für Beschäftigung OWL e.V. (IfB) wird kleine und mittlere Betriebe darin unterstützen, die unternehmerischen Herausforderungen “Nachhaltigkeit” und “Digitalisierung” in ihrer Unternehmensstrategie zu integrieren. Dadurch stärken die Betriebe nicht nur ihre Widerstandskräfte gegenüber zukünftigen Entwicklungen, sondern sie nutzen digitale und nachhaltige Ressourcen gleichermaßen für ihre aktuelle Wettbewerbsposition.

Mit der Förderung setzt das Land NRW gezielt auf regionale Kompetenzen und nachhaltige Zukunftsideen. “Ich freue mich darauf, dass das neue Kompetenzzentrum CSR 4.0 kleine und mittelständische Unternehmen in OWL praxisorientiert unterstützen wird”, erklärte NRW-Wirtschafts- und Digital-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. “Ostwestfalen-Lippe ist das ideale Terrain für das Projekt CSR 4.0”, fügte Rolf Merchel hinzu, “denn OWL als führende Industrie 4.0-Region besitzt eine Vielzahl familiengeführter Betriebe, bei denen CSR sozusagen in der Unternehmens-DNA verankert ist.”

Das Projektteam wird in den kommenden drei Jahren Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe für CSR 4.0 sensibilisieren, qualifizieren und vernetzen. Dabei reicht das Angebot von Workshops über Informationsveranstaltungen bis hin zur Präsentation von OWL-Unternehmen, die sich im Bereich der Unternehmensverantwortung erfolgreich engagieren. “Zudem wird im Projektverlauf ein Leitfaden zu “Digitalisierung und Unternehmensverantwortung” entstehen”, ergänzte IfB-Geschäftsführerin Janine Leifert, “praxisorientiert und universell einsetzbar.”

Ein starkes Netzwerk von ostwestfälisch-lippischen Akteuren unterstützt das einzigartige Projekt, womit sich OWL als digitale Verantwortungsregion profilieren und nachhaltig nutzbares Knowhow nach NRW und in den Bund transferieren kann. Der erste Baustein von CSR 4.0 ist die Ausschreibung des CSR-Preis OWL 2020, für den sich engagierte Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe unkompliziert bis zum 16.02.2020 bewerben können. Alle Informationen finden Interessierte auf www.csr-preis-owl.de.

Bereits seit 2015 sind die GILDE aus Detmold und die Initiative für Beschäftigung aus Bielefeld gemeinsam aktiv. Als “CSR-Kompetenzzentrum OWL” unter dem Dach der GILDE-Wirtschaftsförderung in Detmold unterstützen die Nachhaltigkeits-Experten kleine und mittelständische Betriebe zum Thema verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Interessierte erhalten mehr Infos unter www.csr-kompetenz.de oder direkt beim CSR-Kompetenzzentrum unter Telefon 05231/ 9540 oder per mail unter csr-kompetenz@gildezentrum.de

 

Das Projekt “CSR 4.0” wird im Rahmen des Förderprogramms “Regio.NRW – Innovation und Transfer” mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 

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