Zum 1. Januar 2019 ist das Projekt „SDGs Labs – Making the SDGs our business“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, die praktische Anwendung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen im Agrar- und Ernährungssektor in verschiedenen europäischen Regionen zu fördern und wissenschaftlich zu begleiten. Dazu zählen beispielsweise „Nachhaltige(r) Konsum und Produktion“ oder „Industrie, Innovation und Infrastruktur“.

Die Nachhaltigkeitsziele sollen in die unternehmerische (Hochschul-)Bildung sowie die Organisationsentwicklung integriert und die alltäglichen Geschäftspraktiken von Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelbereichs unterstützt werden.

Prof. Dr. Marco Rieckmann, Professor für Hochschuldidaktik und einer der Vechtaer Projektleiter: „Wir erwarten von dem Projekt wertvolle Anregungen für die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft im Oldenburger Münsterland. Bereits das Auftakttreffen am 17. und 18. Januar 2019 in Wien hat deutlich gemacht, welche Potentiale sich aus der Zusammenarbeit von Universitäten mit Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelbereichs in Bezug auf die Umsetzung der Sustainable Development Goals ergeben können.“ Rieckmanns Arbeitsbereich führt auf Seiten der Universität Vechta das Projekt gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Transformationswissenschaft für agrarische Intensivregionen durch. Aus der Region wird zudem das Unternehmen Wiesenhof an dem Projekt beteiligt sein, sowie weitere Unternehmen und Verbände aus der Branche.

Innovative Formate und Methoden zur Innovationsentwicklung (SDGs Innovation Labs) und zur Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen (SDGs Co-Learning Labs) sollen zum Einsatz kommen. Dabei sollen die unterschiedlichen Regionen mit ihren jeweils spezifischen Herausforderungen Ansätze finden, um zur Zukunftsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft beizutragen.

SDGs Labs wird von der EU im Rahmen des Programms ERASMUS+ Knowledge Alliances insgesamt mit rund 960.000 Euro für drei Jahre gefördert (davon gehen ca. 220.000 Euro an die Universität Vechta). Es wird von der Wirtschaftsuniversität Wien koordiniert. Weitere Partner in dem Verbundprojekt sind Universitäten und Unternehmen aus vier europäischen Ländern: Deutschland, Italien, Österreich und Portugal.

 

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