Die Gewinner des diesjährigen Schülerwettbewerbs der PhilosophieArena durften am vergangenen Samstag in Königstein im Taunus ihren Preis abholen. Schon seit Januar waren Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ab der 5. Klasse aufgerufen, sich mit der Frage zu beschäftigen: „Was kümmert mich Klima?“.

Eine Jury aus Philosophen, Systemtheoretikern, Wirtschaftsethikern und Spezialisten für das Komplexitätsmanagement hatte die eingesandten Arbeiten mit großer Begeisterung studiert. Andreas Fornefett, Vorstand des GVDK e.V. sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder einmal so viele hochqualifizierte Einsendungen aus ganz Deutschland und diesmal darüber hinaus auch von Schülern aus Österreich erhalten haben. Sogar Sechstklässler haben sich intensiv mit unserem Klima und der Frage, wie es geschützt werden kann, beschäftigt – großartig!“

Übergabe der Urkunde;

Bildquelle: GVDK e. V.

Bei der Preisverleihung am 23. September überreichte Otto Geiß vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE e.V.) jedem Gewinner seine Urkunde. Außerdem durften die Preisträger sich über je 100 Euro Preisgeld der Allianz Stiftung freuen. Die zahlreichen Eltern und Freunde im Auditorium applaudierten voller Bewunderung für das große Engagement der Schüler.

Exklusiv für die Gewinner moderierte zudem der bekannte Theaterpädagoge Christian Heinrich einen Workshop. Der Workshop hatte zum Ziel, spielerisch (Selbst-)Erfahrungen zu vermitteln, durch die Denken, Fühlen und Handeln greifbar werden. Workshop und Preisverleihung bildeten zugleich den Abschluss der dreitätigen Jahreskonferenz des Veranstalters, der Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement (GVDK e.V.).

Einige Schüler hatten darüber hinaus die Gelegenheit genutzt, sich in einem von Prof. Dr. Florian Kapmeier von der DGSD geleiteten Rollenspiel intensiv mit der Erderwärmung zu beschäftigen. Für das Rollenspiel übernahmen die Teilnehmer jeweilige Verhandlungspositionen von UN-Delegierten verschiedener Länder, die sich über die Auswirkungen des Klimawandels informieren und eine Vereinbarung über Umwelt- und Industriepolitik treffen sollten. Hier erlebten die Schüler, dass eine Begrenzung des Temperaturanstiegs nur bewältigt werden kann, wenn alle Staaten dieser Welt zusammenwirken. Das hierbei eingesetzte Simulationsmodell war dasselbe, das die Delegierten der „echten“ UNKlimaverhandlungen bei Ihren Gesprächen nutzen.

Mit dem seit 2011 jährlich stattfindenden und über die Philosophie Arena Rhein-Main organisierten Schülerwettbewerb wollen die Veranstalter – GVDK und DNWE – Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 5 zum selbständigen Denken und zum Philosophieren über das alltägliche Leben anregen. Dabei sollen die bürgerschaftliche Verantwortung und ein Gespür für immaterielle Errungenschaften der Gesellschaft gefördert werden.

Der Wettbewerb wird von der Allianz Kulturstiftung finanziell unterstützt.

Weitere Infos unter www.vernetztesdenken.de oder www.philosophiearena.de

 

Ähnliche Beiträge

Nachfolgend geben wir ein Interview wieder, das das DNWE Mitglied Prof. Dr. Harald Bolsinger,...

Die diesjährigen Ehrenpreise des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gehen an die schottische...

Eigentlich hätte man erwarten dürfen, dass die universelle 2030 Agenda mit ihren 17 Zielen für...

Hinterlassen Sie eine Antwort