Mit einem Auftakttreffen nahm die Initiative „IN4climate.NRW“ am 15. Februar ihre Arbeit auf. Ziel der neuen und bundesweit einzigartigen Arbeitsplattform von Wirtschaft, Wissenschaft und Landesregierung ist es, Strategien zu erarbeiten, wie die Industrie in Nordrhein-Westfalen ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und gleichzeitig zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann. IN4climate.NRW wird durch das wissenschaftliche Kompetenzzentrum „SCI4climate.NRW“ unterstützt, das vom Wuppertal Institut koordiniert wird.

Im Herbst 2018 startete die Initiative IN4climate.NRW, die dazu beitragen soll die Industrie zukunftsfähig und klimaneutral zu gestalten. An der Initiative beteiligen sich über 20 Unternehmen und Verbände aus den Bereichen Stahl und Metalle, Chemie, Zement, Glas, Papier und Baustoffe sowie sechs Forschungseinrichtungen. Mit dieser Initiative rief die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine innovative Plattform ins Leben, die einen kontinuierlichen gemeinsamen Arbeitsprozess von Expertinnen und Experten aus Unternehmen der energieintensiven Industrie, der Wissenschaft und der Landesregierung initiiert. In Düsseldorf trafen sich nun Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen. Gemeinsam bilden sie die Innovationsteams, die Kernsäule von IN4climate.NRW. Die Co-Leitung der Innovationsteams liegt bei Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts und Prof. Dr.-Ing. Görge Deerberg, stellvertretender Leiter des Fraunhofer UMSICHT sowie zwei Vertretern aus der Industrie.

„Ich freue mich, dass wir heute den Start für eine treibhausgasfreie und gleichzeitig wettbewerbsfähige Industrie geben. IN4climate.NRW wird als Innovationslabor den Standort Nordrhein-Westfalen für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte rüsten und Zukunftsvisionen für eine klimaneutrale Industrie entwickeln“, sagt Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung, und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig die Klimaschutzziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, sind Sprunginnovationen und eine verstärkte branchenübergreifende Zusammenarbeit erforderlich. Ideen und Konzepte hierzu tragen Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft und Verwaltung in der groß angelegten Initiative zusammen. Unterstützt werden sie von über 20 Industrieunternehmen und Verbänden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem thyssenkrupp Steel Europe und die Covestro AG.

Wissenschaftliches Kompetenzzentrum „SCI4climate.NRW“

IN4climate wird durch das vom Land geförderte wissenschaftliche Kompetenzzentrum „SCI4climate.NRW“ begleitet. Die Forscher untersuchen hier die Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Aufstellung der energieintensiven Industrie in Nordrhein-Westfalen. SCI4climate.NRW ist ein Forschungsprojekt von sechs Instituten, das vom Wuppertal Institut koordiniert wird. Weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), die RWTH Aachen, das VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH (BFI) und der Verein deutscher Zementwerke (VDZ gGmbH).

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen einen integrativen Forschungsansatz und betrachten technologische, ökologische, ökonomische, institutionelle, gesellschaftliche und (infra-)strukturelle Herausforderungen für die nordrhein-westfälischen Unternehmen. „Gemeinsam mit den Innovationsteams, die abseits des Tagesgeschäftes offene Denkräume für die beteiligten Partner schaffen, leistet SCI4climate.NRW damit einen wichtigen Beitrag, die NRW-Industrie zukunftsfest zu machen. Hier werden unter anderem die Rahmenbedingungen diskutiert, die notwendig sind um die erfolgversprechenden Ideen aus den Innovationsteams in die Praxis umzusetzen“, betont Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts.

 

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